CDU, Grüne und Fsk wollen für Kronshagen eine Grundschule

FÜR CHANCENGLEICHHEIT UND -GERECHTIGKEIT

Aus zwei mach eins“ und verbinde das Gute aus beiden zu noch Besserem. An beiden Grundschulen in Kronshagen wirken qualifizierte Kollegien und Schulleitungen, um den Schülerinnen und Schülern den Weg ins Leben zu bereiten.

Doch sind den beiden Schülerschaften und Kollegien nicht gleiche Bedingungen gegeben. Auf der einen Seite die moderne, neue, räumlich und technisch hervorragend ausgestattete Schule und andererseits das über 100-jährige Schulgebäude mit Asphaltschulhof.

 

Diesen „Äußerlichkeiten“ begegnen Schulleitung und Kollegium der Brüder-Grimm-Schule mit Kreativität und so erfahren die Kinder auch unter schlechteren Bedingungen positive Lernerlebnisse. Die Ausstattung und das ganze materielle „Drumherum“ ist somit nicht Grund dafür, grundsätzliche Veränderungen herbeiführen zu müssen.

 

Einzig die sozialgesellschaftlich unterschiedlichen Herkünfte der Schülerinnen und Schüler und deren Fähigkeiten oder Talenten haben die Chancengleichheit und -gerechtigkeit an beiden Schulen aus dem Gleichgewicht geraten lassen. Nach Analyse des Status quo ist diese Situation ganz überwiegend über die seit ca. 10 Jahren bestehende schulgesetzliche Möglichkeit der Eltern zur freien Schulwahl entstanden. Alle auch noch so kreativen Ideen (Kooperation pp.) werden dieses Elternrecht nicht einschränken, oder gar eine Schüler-Zuweisung an eine bestimmte Schule zulassen. Dieses ist politisch nicht gewollt, würde eine Zuweisung nach bestimmten Kriterien doch eine Stigmatisierung von Eltern und Kindern bedeuten und die integrativen und inklusiven Ausrichtungen der beiden Grundschulen unterlaufen.

 

Die erfolgreichen Konzepte der Eichendorff-Schule und der Brüder-Grimm-Schule sollen von beiden Kollegien unter professioneller Begleitung und Beteiligung der Elternschaft zusammengeführt und weiterentwickelt werden. Dabei sind ein Raumkonzept und die Situation der bestehenden Klassen vorrangig zu betrachten

und zu entwickeln. Wir plädieren deshalb für die Neugründung einer „Grundschule Kronshagen“, in der die beiden bisherigen Grundschulen aufgehen sollen. Für die Leitung in dem Fusionsprozess würden wir eine Doppelspitze bevorzugen, die die Zusammenführung beider Kollegien begleitet. Die Leitung der neuen Grundschule Kronshagen soll ausgeschrieben werden.

 

Für diese neue Grundschule sollte eine Gesamtkapazitätsgrenze von 125 Schülerinnen und Schülern pro Jahrgang (Fünfzügigkeit) festgelegt werden.

 

Die erwähnte Studie der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins e.V. von 2014 über „Zukunftsfähigkeit der Grundschulen in den ländlichen Räumen Schleswig-Holsteins“ beschäftigt sich vornehmlich mit den ländlichen Räumen. Da Kronshagen ja eher städtisch geprägt ist, sollten sich alle Beteiligten diesem Zitat, das in der Studie im Zusammenhang mit Grundschulzusammenführungen genannt wird, anschließen können:

„Es ist Aufgabe aller Beteiligten, zu einem positiven Klima der Wertschätzung, Transparenz, Toleranz, des Respekts, des Vertrauens, der Vielfalt und der Geborgenheit beizutragen, um den Lernerfolg der Kinder zu unterstützen.“

 

Für die Fraktionen

CDU Kronshagen           Bündnis 90/Die Grünen Kronshagen             Fraktion soziales Kronshagen

Thomas Kahle               Gudrun Rempe                                                Marja-Leena Tuominen-Flath